Presseerklärung

Neue Förderschule für soziale Entwicklung in Rappweiler: wichtiges Signal für den Landkreis Merzig-Wadern

 

Schulischer Nachwuchs im Nordsaarland: Zum 1. August öffnet in Weiskirchen-Rappweiler eine neue private Förderschule für soziale Entwicklung (Förderschule E) ihre Türen, der Unterrichtsbeginn am 12. August im Gebäude der ehemaligen Grundschule ist gesichert. Schulträger ist die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria in Trägerschaft der St. Hildegardishaus gGmbH. Geschäftsführer Wolfgang Maring gegenüber dieser Zeitung:  „Das Nordsaarland hätte durch den Umzug der Wingertschule von St. Wendel nach Neunkirchen ohne Förderschule für soziale Entwicklung dagestanden, es hätten sehr lange Fahrzeiten gedroht. Die neue Förderschule stellt sicher, dass weiterhin alle Regionen im Saarland gut versorgt sind und die Eltern und ihre Kinder nicht stundenlang im Auto sitzen müssen. Für den Landkreis Merzig-Wadern und insbesondere den Hochwald ist dies ein wichtiges Signal.“

 

Überrascht und sehr erfreut sind die Verantwortlichen bei St. Maria von der besonderen Zuwendung und Unterstützung seitens der Gemeinde Weiskirchen, der dortigen Verwaltung und auch durch den Ortsrat und die Vereine in Rappweiler-Zwalbach. Leiter der Einrichtung Jürgen Bolldorf sagte: „Wir sind mit dem Gebäude nicht nur im Herzen des Dorfes Rappweiler-Zwalbach, sondern haben es auch in die Herzen der Bevölkerung geschafft. Das tut gut“. Unter Moderation der scheidenden Ortsvorsteherin Maria Greuter war in einer öffentlichen Ortsratssitzung schnell klar: Einstimmig sprach man sich für die Ansiedlung der Förderschule in der ehemaligen Grundschule aus. Hildegard Kuhn-Lawinger, die Leiterin der in Doppelspitze geführten Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung, war denn auch begeistert von der anpackenden Weise der Vereine in Rappweiler-Zwalbach: „Wir haben als St. Maria immer schon eng mit den Vereinen zusammengearbeitet. Und wir wollen diese Kontakte auch in Rappweiler ausbauen.“ Geschäftsführer Maring ergänzte: „Dass die Verwaltung und die Vereine uns so unterstützen ist ein Verdienst von Bürgermeister Wolfgang Hübschen. Seine anpackende und sympathische Art haben wesentlich dazu beigetragen, dass die Entscheidungsträger im Bildungsministerium uns so schnell die Genehmigung erteilt haben.“ Jürgen Bolldorf ergänzte. „Der Hochwald hat sich gut präsentiert“.

 

Die Eröffnung der Förderschule ist aber nur ein Aspekt des Großprojektes der Kinder- und Jugendhilfe St. Maria. Parallel dazu wird eine intensivpädagogische Wohngruppe aufgebaut, deren Kinder- und Jugendliche auch die neue Förderschule besuchen werden. Bereichsleitern Jeannette Michler betont aber: „Die Schule steht allen Kindern offen“ und gab sich als Ansprechpartnerin zu erkennen (Kontaktdaten siehe Infokasten).

 

„Dieses Vorzeigeprojekt im nördlichen Saarland ergänzt unser Gesamtangebot nochmals um eine wichtige und tragfähige Säule“, so Geschäftsführer der St. Hildegardishaus gGmbH, Wolfgang Maring. Maring weiter: „Die St. Hildegardishaus gGmbH ist mit ihrer Kinder- und Jugendhilfe St. Maria ist seit Jahrzehnten im Hochwald tätig. Das sind ideale Voraussetzungen, um Kindern mit Förderbedarf nachhaltig und mit einem bewährten pädagogischen Konzept zu helfen.“

Am Schulstandort in Rappweiler besteht eine hervorragende Infrastruktur mit einem ansprechenden Außengelände, einer angrenzenden Turnhalle und einem Sportplatz neben dem Schulgebäude. Zu Beginn der Sommerferien wurde jetzt durch das Bildungsministerium die Genehmigung einer privaten Förderschule für soziale Entwicklung erteilt. „Das Vorhaben des privaten Schulträgers, die Jugendhilfe St. Maria, ist für unsere Region ein absoluter Glücksgriff. Die Jugendhilfe St. Maria ist ein kompetenter und sehr erfahrener Jugendhilfeträger, der jetzt ein sehr wichtiges sonderpädagogisches Projekt in unserer Region umsetzt.“, so Frank Wagner, MdL, gegenüber dieser Zeitung, der das Genehmigungsverfahren eng begleitet hat und in Saarbrücken zahlreiche helfende Gespräche führte.

 

Durch die zunehmende Zahl verhaltensauffälliger Kinder sind viele Schulen an ihre Grenzen gestoßen, die vorhandenen Förderschulen E waren bis zum letzten Platz gefüllt. Das Saarland geht bundesweit einen einmaligen Weg und eröffnet neue Förderschulen, um auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren.   „Durch die neuen Förderschulen E sorgen wir für Entlastung der Lehrkräfte und schaffen es, dass Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung angemessen unterrichtet werden“, erklärt Wagner. Er betont jedoch, dass die CDU-Landtagsfraktion sich nach wie vor voll und ganz zur Inklusion bekennt: „Der Besuch einer Förderschule ist keine Einbahnstraße – viele Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung können nach einer gewissen Zeit auch wieder am Unterricht einer Regelschule teilnehmen. Aber: Nicht alle Kinder mit sozial-emotionaler Beeinträchtigung sind am besten in der Regelschule aufgehoben. Wir wollen allen die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihren weiteren Bildungsweg schaffen. Für uns steht das Wohl der Kinder absolut im Mittelpunkt!“

 

Hintergrund:

 

Bisher gab es im Saarland vier Förderschulen für soziale Entwicklung mit teilweise langen Wartelisten. Gerade im Nordsaarland war die Situation angespannt, da die Förderschule E im Sommer von St. Wendel nach Neunkirchen verlagert wird und die betroffenen Kinder bzw. Eltern aus den Landkreisen Merzig-Wadern und St. Wendel somit sehr weite Fahrtwege auf sich nehmen müssten.

 

Kontaktdaten und Ansprechpartner:

 

Kinder- und Jugendhilfe St. Maria

 

Jürgen Bolldorf – Leiter der Einrichtung 

j.bolldorf@st-maria-weisk.de 06876/910717

 

Jeannette Michler – Fachbereichsleitung und pädagogische Fachkraft

j.michler@st-maria-weisk.de 06876/910755

Verbund Sozialpädagogischer Hilfen • Trierer Straße 19 • 66709 Weiskirchen