Chronik

An der Geschichte des Hauses lassen sich sowohl Erkenntnisse über den Wandel der Heimerziehung („Vom Waisenhaus zum Verbund differenzierter sozialpädagogischer  Hilfen“) als auch ein Stück Ordensgeschichte nachvollziehen.

I. Die Vorgeschichte: Schwesternhaus und Waisenhaus in Konfeld

Ein Kinderheim gibt es in Weiskirchen seit dem Jahr 1964. Die Wurzeln dieser Einrichtung gehen jedoch zurück auf das Jahr 1927 und liegen im heutigen Ortsteil Konfeld.

1927 kommen die Binger Kreuzschwestern nach Konfeld. Sie übernehmen dort die ambulante Krankenpflege für die umliegenden Ortschaften, gründen eine Nähschule für junge Mädchen und errichten einen Dorfkindergarten in Konfeld. Dieser zählt zu den ersten Einrichtungen dieser Art im Kreis Merzig - Wadern.

1939, mit Beginn des 2. Weltkrieges, erklären sich die Schwestern bereit, erste Kriegswaisen aufzunehmen.

1940 wird das Schwesternhaus in Konfeld zum Kinderheim für den Kreis Wadern bestimmt. Zusätzlich übernimmt das Haus die Funktion eines Erholungsheimes für Bergmannskinder.

1954 sind über 50 Kinder im Schwesternheim untergebracht. Es wird zunehmend deutlich, dass das Haus moderneren Anforderungen nicht mehr gewachsen ist. Eine Ausdehnungsmöglichkeit ist in Konfeld nicht gegeben.

1959 stellt die Kirchengemeinde Weiskirchen unentgeltlich Bauland zur Verfügung; im gleichen Jahr erfolgt der Spatenstich für einen Neubau. Zunächst fungiert die Kirchengemeinde als  Bauherrin - so lange, bis alle Zuschüsse verbaut sind. Dann wird das Gelände nebst Rohbau auf die Schwestern übertragen. Mit Eigenmitteln des Ordens und dank  der zusätzlichen Aufnahme von Darlehen wird der Neubau vollendet.

 

II. Das Kinderheim in den 60er Jahren

1964, nach fünfjähriger Bauzeit, wird am 29.06. das „Kinderheim St. Maria“ vom damaligen Weihbischof, Dr. Bernhard Stein, feierlich eingeweiht und Kinder und Schwestern ziehen von Konfeld nach Weiskirchen um. Im Neubau wird das Prinzip der familienähnlich strukturierten Gruppe verwirklicht. Damit nimmt man Abschied von der traditionellen Anstaltserziehung.

Das Kinderheim besteht zum damaligen Zeitpunkt aus:

  • 4 Wohngruppen mit je 12-15 Kindern im Alter von 3 bis 14 Jahren,
  • einer Säuglingsstation mit 8 Kleinstkindern,
  • einer Krabbelstation mit 12 Kleinkindern.

Insgesamt werden 70 Kinder von 8 Schwestern und 10 Mitarbeiterinnen betreut. (personelle Besetzung in den Gruppen: eine Schwester und eine Hilfskraft)

1964                                     Vergleich 2015

1 Standort

1 Angebot (Vollstat. Heimgruppen)

11 Standorte

16 Angebote

70 Kinder 700 Betreute (Ki/Jug./Fam./Menschen mit Beh.)
8 Schwestern 0 Schwestern
10 Mitarbeiterinnen 200 MitarbeiterInnen

 

 

 

 

 

 

III. Die 70er-Jahre: Der Wandel vom Säuglings- und Kinderheim zum Kinder- und Jugendheim

Bis 1984, und damit 20 Jahre lang, bleibt es bei dem einen pädagogischen Angebot, den stationären Wohngruppen. Dennoch vollzieht sich im Inneren ein bemerkenswerter Wandel. Für diesen Wandel sind folgende Veränderungen kennzeichnend.

  1. Aufnahmealter und Entlassungsalter verschieben sich kontinuierlich nach oben. Jugendliche verbleiben bis zum Berufsalter in der Einrichtung.
  2. Reduzierung der Gruppengröße von 15 auf 12, danach auf 10, schließlich auf 9.
  3. Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter von 3 pro Gruppe auf 4, heute 4,5.
  4. Veränderung der Qualifikation der Mitarbeiter: Hilfskräfte / Kinderpflegerinnen werden ersetzt durch ErzieherInnen, Sozialpädagogen, Heilpädagogen.
  5. Männer brechen in die Frauendomäne ein.                                                                                                         

1974 wird der erste männliche Erzieher eingestellt (gruppenübergreifender Freizeitpädagoge) und die 10jährige Phase der „männerlosen“ Erziehung beendet. (Es dauert weitere 10 Jahre, bis 1984 die erste Einstellung eines Erziehers im Gruppendienst erfolgt!)                                                                                                              

Heute: Rund 40 Männer; dabei wird insbesondere in den stationären Wohngruppen eine Parität zwischen männl. und weibl. Fachkräften angestrebt.

  1. Freizeitpädagogische Spezialisierung des Hauses                                                                                                                                                                                                  (Eigener Freizeitpädagoge mit übergreifenden Angeboten: Fußball, Volleyball, Gymnastik, Schwimmen, Gitarrenkurse, Kinderchor, gemeinsame Sommer- oder Winterfreizeiten...)
  2. Schließung der Säuglings- und Krabbelstation. Reduktion auf 4 vollstationäre Wohngruppen mit einheitlicher Struktur.

 

IV. Die 80er und 90er Jahre: Die Phase der Differenzierung und    

      Dezentralisierung

 

Im Zuge der Differenzierung wird das über viele Jahre einheitliche, rein stationäre Hilfsangebot um teilstationäre und ambulante Angebote erweitert, im Zuge der Dezentralisierung werden Gruppen aus dem Stammhaus nach draußen verlagert.

 

  1. Schritt      1984:   Öffnung für teilstationäre Maßnahmen: Erste Tagesgruppe des

                                    Kreises Merzig-Wadern in Weiskirchen

 

                        1985:   Eröffnung der zweiten Tagesgruppe auf Grund der positiven Er-

                                   fahrungen des ersten Jahres und des verstärkten Bedarfs.

                                  

  2. Schritt      1987:   Auslagerung einer ersten stat. Gruppe nach außen (AWG Jonathan

                                   bis 1992 in Losheim, seitdem im eigenen Haus in Nunkirchen)

                                   Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass die gezielte Vorbereitung

                                   von Jugendlichen auf ein selbständiges Leben eher in einer autonomen

                                   Gruppe als in der bisherigen Familiengruppe mit breiter Altersstreuung

                                   und weitgehender Zentralversorgung zu verwirklichen ist.

 

  3. Schritt      1988:   Mit Betreutem Wohnen (nachgehende Betreuung von Jugendlichen in

                                    deren eigener Wohnung) als eigenständige Maßnahme gelingt der

                                   Einstieg in den ambulanten Bereich.

 

  4. Schritt      1990:   Neue inhaltliche Schwerpunktsetzung: Projektarbeit.

                                   Neben den bisherigen Schwerpunkten Sport und Musik werden neue

                                   Projekte ins Leben gerufen: Zirkus, Pferde, Kanu, Raumgestaltung,

                                   erlebnispädagogische Freizeiten.

 

  5. Schritt      1990:  Verstärkte Ausrichtung auf Familienarbeit.

                                   Mehrere MitarbeiterInnen erwerben eine familien-

                                   therapeutische Zusatzausbildung, wodurch die Beratung der Eltern

                                   und Helfersysteme auf eine fachlich fundierte Basis gestellt wird.

 

   6. Schritt     1990:   Eröffnung eines Tagesinternates für deutschstämmige Aussiedler-

                                   kinder aus Polen und der ehemaligen UdSSR. Intention ist die

                                   Förderung und Eingliederung von deutschstämmigen Schülern mit

                                   fremder Muttersprache.

                                   (Schließung der Maßnahme 1993 nach Wegfall der Fördermittel)

 

  7. Schritt      1991:   Auslagerung einer zweiten stat. Gruppe nach außen. (AWG Cats  zunächst für 2 Jahre in Vogelsbüsch, ab 1993 im eigenen Haus in Wadern.)

 

  8. Schritt      1991:   Eröffnung der ersten Kinderkrippe im Kreis Merzig-Wadern. Damit

                                    wird das angestammte Feld der Heimerziehung verlassen und für die

                                   gesamte Hochwaldregion eine neue familienunterstützende Maßnahme

                                   angeboten.

                                     (1994 wird die reine Kinderkrippe (10 Plätze, Aufnahmealter 6 Monate bis 3 Jahre in eine                                      Altersgemischte Gruppe umgewandelt (18 Plätze Aufnahmealter 1,5 Jahre bis 6 Jahre)

 

   September  1992 Wechsel in der Einrichtungsleitung. Nachdem seit Bestehen des Kinder-

                                     heimes die Leitung der Einrichtung stets in den Händen einer Ordens-

                                     schwester lag, wird mit Herrn Franz Josef Saar die Einrichtungsleitung

                                     erstmals einem Laien übertragen.

 

  9. Schritt      1994:   Auslagerung einer Tagesgruppe nach Rappweiler.

 

10. Schritt      1994:   Eröffnung einer weiteren Tagesgruppe in Weiskirchen (Kleingruppe

mit 4 Plätzen, seit 1999 mit 5 Plätzen).

Zwischenzeitlich gab es zeitlich befristet verschiedene Angebote, die beendet wurden, nachdem die Befristung ablief bzw. kein Folgebedarf vorhanden war:

(4 zusätzl.Angebote)  - Intensivmaßnahmen für 1 und 2 Jugendliche

                                   - Heilpäd. Pflegenest (Betreuung von 2 Kindern in der Familie eines

                                     Erziehers)

                                    - Mutter-Kind-Betreuung

Für andere Maßnahmen, die ausgeschrieben waren und für die wir uns beworben hatten (Bereitschaftsdienst für JA, Projekt „Schoolworker“) kamen wir nicht zum Zuge, da der Kreistag anderen Anbietern den Vorzug gab.                                     Diesen Hinweis verstehen wir als Ausdruck unseres Bemühens, immer flexibel auf aktuellen erzieherischen Bedarf im Umfeld zu reagieren.

 

 

- Seit               1997:   Ausweitung des ambulanten Bereiches durch die Übernahme von

                                    Erziehungsbeistandschaften (Hilfe für Minderjährige innerhalb des

                                   Elternhauses)

 

- Februar       1998:   Umwandlung der stat. Außenwohngruppe in Wadern in eine

                                    5-Tage-Wohngruppe (Zwischenstufe zwischen Tagesgruppe und

                                   vollstat. Wohngruppe / stat. Betreuung von Sonntagabend  bis Freitag)

 

V.   Die Nullerjahre :  Neue Trägerstruktur – Behinderten-

       hilfe – Schulische Angebote - Sozialraumorientierung

 

 01.01.2000                Trägerwechsel vom St. Hildegardishaus e.V. Bingen zur

St. Hildegardishaus gGmbH mit Sitz in Düngenheim. Die Kreuzschwestern schaffen die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit ihrer Einrichtungen, indem sie diese von der Ordensgemeinschaft trennen und in die Rechtsform einer gGmbH mit Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung überleiten.

 

 Januar          2000    Einstieg in den Bereich SPFH (Sozialpäd. Familienhilfe), (ambulante

                                    längerfristige Hilfen für Familien in Problemsituationen)

 

 März             2000    Neue Maßnahme: Soziale Gruppenarbeit. In einer Kleingruppe von

                                    bis zu 5 Kindern soll durch systematische Gruppenarbeit ein verbessertes

Sozialverhalten gefördert werden. Daneben Raum für Hausaufgabenhilfe und Elternarbeit

.

                       2001    Beginn der Generalsanierung des Zentralkomplexes in Weiskirchen                                 

 

 01.01.2002                Übernahme der Betriebsträgerschaft für die bisherige Lebenshilfe

Weierweiler – jetzt Hilfezentrum Weierweiler. Dies hat zur Folge, dass dem Aufgabengebiet der Jugendhilfe drei Felder aus dem Bereich der Behindertenhilfe angegliedert werden:

                                   -   Tagesförderstätte für schwerst- und mehrfach behinderte Erwachsene

                                   -    Sonderkindergarten für behinderte und entwicklungsverzögerte Kinder

                                   -    Frühförderung für Säuglinge u. Kleinkinder bis zum Eintritt ins Schulalter  

Dieser Wechsel bedingt die Integration von 28 neuen MitarbeiterInnen in die bestehende Dienstgemeinschaft von St. Maria.

 

 01.11.2002                Eröffnung des Betreuungsangebotes „Freiwillige Ganztagsschule“ an

                                    der Grundschule Weiskirchen-Konfeld.

 

 01.01.2003                 Betreuungsangebot „Freiwillige Ganztagsschule“ an der Erweiterten Realschule Wadern. (2. Standort)

 

 

                        2003    Vollendung der Außenfassade und Neugestaltung der Außenanlagen als letzte Teile

                                    der Generalsanierung

 

                                                                         

 

 Sep. 2004                 40-Jahr-Feier der Einrichtung. Sie spiegelt die große Akzeptanz des Hauses in

                                   der Gemeinde und dem Umfeld wider.

 

 Sep. 2004                  Betreuungsangebot „Freiwillige Ganztagsschule“ an der Erweiterten

                                   Realschule Weiskirchen. (3. Standort)

 

01.01.2005                Vorzeitiger Kauf der Immobilie der früheren Lebenshilfe Weierweiler nach

                                   der positiven Beurteilung der 3-jährigen Betriebsträgerschaft.

                                   Die Verschmelzung der beiden Einrichtungen findet damit formal ihren

                                   Abschluss.

 

                       2006   Platzzahlerhöhung in der TAF (von 13 auf 18).

                                  Ein Anbau schafft die nötigen räumlichen Voraussetzungen zur Betreuung

                                  und Förderung der zusätzlichen Personen.

 

                                 Bemühungen zur Genehmigung des Neubaus eines Wohnheims für behinderte

                                 Menschen scheitern an der Ablehnung des Sozialministeriums.

 

Sep. 2006                 Neues Hilfsangebot im ambulanten Bereich: Anti-Gewalt-Training an Schulen.

 

                      2007   Aufbau einer ambulanten Behindertenhilfe für die Hochwaldregion als

                                 Abrundung unserer Angebotspalette im Bereich der Hilfen für Menschen mit

                                 Behinderung.

 

                                  Einbindung in die Planung und Konzeptionsentwicklung des Landkreises

                                  Merzig-Wadern zur Neuausrichtung der Jugendhilfe in Richtung

                                  „Sozialraumorientierung“.

 

                                 Neubaumaßnahmen der Schulträger an den drei Standorten der Freiwilligen

                                 Ganztagsschulen. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der räumlichen

                                 und sachlichen Ausstattung dieses Angebots und damit einhergehend zu

                                 Attraktivitätssteigerung. Dies bewirkt eine verstärkte Nachfrage und führt zur

                                 Eröffnung weiterer Gruppen an allen Standorten zum Ende des Schuljahres.

 

                                Schließung des Angebots „Soziale Gruppenarbeit“. Es zeichnet sich ab, dass

                                dieses Angebot im Rahmen der geplanten Sozialraumorientierung nicht mehr

                                vorgesehen ist.

 

01.01.2008              Start der Modellphase der Sozialraumorientierung in den zwei Kommunen

                                Beckingen und Losheim am See. Die Jugendhilfe St. Maria ist Schwerpunkt-

                                träger im Sozialraum Losheim, in Kooperation mit dem Sozialpädagogischen

                                Netzwerk der AWO. Dieser Einstieg hat den Abbau von Tagesgruppen-Plätzen

                                zur Folge. Durch den Wegfall der Einzugsbereiche Losheim und Beckingen

                                bleiben nur noch zwei Tagesgruppen bestehen.

 

                2008       Beginn der landesweiten Umstrukturierung der Frühförderung mit dem Ziel der

                               Errichtung sog. Frühförderzentren.

 

August 2008       Die Grundschule Wadern-Nunkirchen wird 4. Standort des Angebots

                            „Freiwillige Ganztagsschule“.

 

     Sep. 2008       Die Bandbreite der erzieherischen Hilfen wird um das Projekt

                            „Mutter-Kind-Clearing“ erweitert. Vor dem Hintergrund des § 8a SGB VIII

                            ist dieses Angebot eine intensive Maßnahme, um das Kindeswohl von

                            Neugeborenen und Kleinkindern sicher zu stellen.

 

             2009       Kauf des alten, seit vielen Jahren leerstehenden Bahnhofs in Wadern-Dagstuhl.

                            Pläne zum Umbau zwecks Schaffung von Krippenplätzen für die Stadt Wadern.

 

                           Der Kreistag beschließt die vorgezogene flächendeckende Umstrukturierung der

                           Jugendhilfe ab 2010. In schwierigen Verhandlungen mit dem Landkreis und

                           konkurrierenden Trägern gelingt es uns, die Position als stärkster Träger im Kreis

                           zu behaupten. Wir werden für die nächsten 6 Jahre als Schwerpunktträger in 5 von

                           7 Kommunen des Kreises mit der Verantwortung für die teilstationäre und

                           ambulante Jugendhilfe betraut.

 

                          Zukunftsweisende  Entscheidungen fallen auch im Vorschulbereich: Wir erhalten

                          die Genehmigung zur Schaffung von insgesamt 40 neuen Krippenplätzen,

                          10 davon bereits in diesem Jahr in Weiskirchen,  30 weitere Plätze im Jahr 2011 in           

                          der Stadt Wadern.

 

                          Zusätzliches neues Angebot: Integrationshelfer an Schulen. Es handelt sich dabei

                          um eine Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder nach § 35a SGB VIII.

                          Ziel ist es, die Kinder mit gezielter Begleitung und Unterstützung in die „normale“

                          Klasse und Schule zu integrieren und die Verlegung in eine Sonderschule zu     

                          vermeiden.

 

Jan. 2010         Umsetzung der Sozialraumorientierung im gesamten Landkreis Merzig-Wadern.

                          Aufgabe der Jugendhilfe St. Maria: Aufbau zweier neuer Familienzentren in

                          Wadern (Kooperationspartner SPNZ der AWO) und in Mettlach-Orscholz

                          (Kooperationspartner Lebenshilfe St. Wendel).

 

                         Schließung der Tagesgruppen. Alle früheren Mitarbeiter dieses Bereiches arbeiten

                         künftig in den neuen Sozialraumteams.

                         Es gilt Abschied zu nehmen von dem in 25 Jahren bewährten Angebot der Tages-

                         gruppe und der bisherigen Struktur im ambulanten Bereich. Stattdessen Aufbau     

                         von Sozialraumteams und  flexiblen  Gruppenangeboten in den Familienzentren.

 

                         Beginn der Umbaumaßnahmen am Bahnhof Dagstuhl zu einer Kinderkrippe sowie

                         am Nebengebäude zum künftigen Familienzentrum. (Investitionen von rd. 2 Mio €)

 

                         Einleitung eines Generationswechsels in der Leitung der Einrichtung. Drei

                         Mitarbeiter in Schlüsselpositionen scheiden aufgrund von Altersteilzeitlösungen

                         aus dem Dienst aus.

 

                        Sparbeschlüsse der saarländischen Landesregierung engen die finanziellen Spiel-

                        räume der Einrichtungen in der Zukunft ein und bremsen die künftige Entwicklung.

 

01.07. 2011   Wechsel in der Leitung und Rückzug der Schwestern

 

                      Das Jahr 2011 ist insofern von historischer Bedeutung, da zum 30.06. der Konvent der

                      Kreuzschwestern in Weiskirchen aufgelöst wird und sich die Schwestern nach über

                      80 Jahren ihres Wirkens aus der Hochwaldregion verabschieden und ins Mutterhaus         

                      nach Bingen zurückkehren.

 

                      Der Abschied der Schwestern geht einher mit dem seit längerem geplanten Wechsel

                      in der Einrichtungsleitung. Auf den langjährigen Leiter, Herrn Saar, folgt eine neue

                      Doppelspitze mit  Frau Hildegard Kuhn-Lawinger und Herrn Wolfgang Maring.

 

01.09.2011    Eröffnung der ersten Gruppe der neuen Kinderkrippe für die Stadt Wadern im

                      früheren Bahnhof Dagstuhl.

 

         2012    Höhepunkt des Jahres ist der Abschluss der Umbaumaßnahmen am früheren Bahnhof

                     Dagstuhl und die offizielle feierliche Einweihung und Eröffnung der Kinderkrippe und

                     des Familienzentrums Anfang Mai.

                     Nach der Eröffnung der Kinderkrippe in Wadern steigt die Nachfrage. Dies führt dazu,

                     dass bereits im Herbst die zweite Gruppe eröffnet werden kann.

 

                    Verstärkte Nachfrage im Bereich des Eltern-Kind-Clearings, wodurch sich dieser

                    Bereich zu einem neuen Schwerpunkt entwickelt. Ein Teil des zwischenzeitlich

                    leer stehenden früheren Schwesterntrakts wird dafür umgebaut.

 

                    Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Sozialministerium wird das Angebot

                    „Integrationshelfer an Schulen“, das bislang seelisch behinderten Kindern

                    vorbehalten war, auch auf körperlich oder geistig behinderte Kinder ausgeweitet.

 

      2013     Kauf der ehemaligen städtischen Kindertagestätte in Wadern-Löstertal mit dem Ziel,

                   dort eine sog. Intensivgruppe für jüngere Kinder zu etablieren.

 

                  Es gelingt ein weiterer zukunftsweisender Schritt von erheblicher strategischer

                  Bedeutung: die Jugendhilfe St. Maria wird vom Landkreis Trier-Saarburg als

                  Schwerpunktträger im künftigen Sozialraum Hermeskeil auserkoren.

 

                  In fachlicher Hinsicht gibt es auch zwei „Highlights“ zu vermelden: im Rahmen des

                  Trierer Qualitätsmanagements (TRI QM)  bestehen sowohl die Kita/Kinderkrippe in

                  Weiskirchen als auch die Krippe in Wadern in überzeugender Weise das externe

                  Audit durch das Bistum.

 

      2014    Start der Sozialraumorientierung in Hermeskeil mit der Johanniter Unfallhilfe Trier

                  als Kooperationspartner . Aufbau eines Sozialraumzentrums in der Stadtmitte von

                  Hermeskeil. 

 

                 Höhepunkt des Jahres sind die Feierlichkeiten zum 50jährigen Bestehen der Einrichtung

                 in Weiskirchen bzw. zum 75jährigen, wenn man die Ursprünge in Konfeld  mit

                 einrechnet. Die Festveranstaltungen im Juni und September finden sehr großen

                 Zuspruch der Fachöffentlichkeit und der Bevölkerung und unterstreichen die vorbild-

                 liche Integration der Einrichtung in die Gemeinde.    

 

 

 

2015    Die Flüchtlingsproblematik ist das allseits beherrschende Thema in Deutschland in

            diesem Jahr.

            Im Zuge des ungebremsten Zuzugs unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge eröffnen wir

            auf Bitten des Jugendamts Saarlouis für diese Jugendlichen in Dillingen 2 Gruppen in

            Kooperation mit der KEB Dillingen sowie eigenverantwortlich eine dritte Gruppe im

            Haupthaus in Weiskirchen.

 

1.12.   Nach über einjährigen Umbauarbeiten wird die seit längerem geplante Kleinkindgruppe

           „Bärenhöhle“ mit angegliederter Eltern-Trainings-Wohneinheit in Wadern-Löstertal

           eröffnet.

 

           Auch der ins Auge gefasste Neubau der TAF in Weiskirchen nimmt konkrete Züge an.

           Der offizielle Genehmigungsbescheid des Sozialministeriums geht bei uns ein.

 

           Mit dem Landkreis Merzig-Wadern gelingt der Abschluss eines unbefristeten neuen

           Vertrages im Rahmen der Sozialraumorientierung, unter Festschreibung der bestehenden

           Personalstellen sowie der regionalen Zuständigkeiten. Dies gibt der Einrichtung Planungs-

           sicherheit und den bislang befristet eingestellten Mitarbeitern berufliche Zukunft.

 

 

Aufgrund der geschilderten Entwicklung und kontinuierlichen Erweiterung verfügt die Kinder- und Jugendhilfe St. Maria z.Z. über folgendes Leistungsangebot:         => Anlage: Schaubild

 

 

 

 

 

 

 

Die vollständige Entwicklung unseres Hauses können Sie hier nachlesen.

Verbund Sozialpädagogischer Hilfen • Trierer Straße 19 • 66709 Weiskirchen